Das ist mein erster Post seit dem Jahr 2007. Damals hatte ich serendipity getestet und es war ganz und gar nicht gut. Die Probleme die ich damals hatte scheinen behoben. Normalerweise nutze ich Wordpress. Wordpress wird aber mit jedem update Hardware hungriger und überhaupt wird das ganze Wordpress immer unübersichtlicher. Die Zeit mich in Wordpress Neuerungen einzulesen wird immer länger. Ich habe daher mal wieder Serendipity probiert und die Admin Sektion läuft sogar auf einem Athlon 1000 recht flott. Mit Wordpress gibt es teilweise erhebliche Wartepausen bis die Seiten zu Ende geladen sind, was auch durch den umfangreichen Einsatz von Javascript und die Nutzung von völlig unsinnigen features verursacht wird.
Ok, zum Thema. Mein eigenes Wordpress theme basiert auf dem englischen Wordpress default theme. In dieses theme werden immer relativ zügig alle "sinnvollen" Wordpress Neuerungen eingebaut und so kann ich schnell sehen wie die Neuerungen in der Praxis aussehen. Das spart viel Zeit. Gibt es so ein verlässliches theme vielleicht auch für serendipity?
Welches theme taugt als Vorlage für eigenes theme?
Re: Welches theme taugt als Vorlage für eigenes theme?
Grundsätzlich muss bei s9y zunächst einmal unterschieden werden zwischen Default-Template und Standard-Template:asdfgqw wrote:Mein eigenes Wordpress theme basiert auf dem englischen Wordpress default theme. In dieses theme werden immer relativ zügig alle "sinnvollen" Wordpress Neuerungen eingebaut und so kann ich schnell sehen wie die Neuerungen in der Praxis aussehen. Das spart viel Zeit. Gibt es so ein verlässliches theme vielleicht auch für serendipity?
* Das Standard-Template, also das standardmäßig bei Neuinstallationen aktueller Versionen aktivierte, ist Bulletproof.
* Das Default-Template ist nach wie vor Serendipity 2.3 (/templates/default/) -- alle Vorlagedateien, die in einem beliebigen Template fehlen, werden aus diesem "nachgeladen". Hat also z.B. ein Template keine entries.tpl, verwendet s9y statt dessen /templates/default/entries.tpl
Was das Einbauen von Neuerungen angeht, kann ich mich spontan an keine erinnern, die Änderungen am Template erforderlich gemacht hätte. Sicher gibt es Features, die templateseitig erzeugt werden, aber dass ein neues Feature im Kern eine Änderung am Template ... vielleicht kann Garvin dazu eher etwas sagen.
Grundsätzlich ist Bulletproof als Template zum Einstieg schon empfehlenswert. Du wirst aus der WP-Welt vielleicht K2 kennen, das ist relativ ähnlich. Man kann wahnwitzig viele Dinge in der Templatekonfiguration über ein Interface einstellen, ohne auch nur eine Zeile Code anfassen zu müssen, zudem gibt es relativ simple Mechanismen, um eigenen CSS-Code updatesicher einzubauene (Stichworte zum Suchen im Forum: Colorset und user.css). Generell ist BP mittels Projektwebseite, Forum und Garvins Buch recht gut dokumentiert, ich habe zudem ein paar deutsche Artikel zu BP in meinem Blog.
Der Haken ist allerdings, dass BP durch die vielen Optionen nur noch bedingt anpassbar ist, wenn man relativ speziellen, individuellen Code braucht -- einfach, weil der Einstieg durch den recht umfangreichen, komplexen und verschachtelten Templatecode doch eher steil ist. Ich weiß von Leuten, die BP als Basis für ihr eigenes Template genommen haben -- aber wenn ich WP-Themes für s9y portiere, nehme ich normalerweise /templates/default/ als Ausgangsbasis. Da muss ich einfach durch weniger Code waten.
YL
Re: Welches theme taugt als Vorlage für eigenes theme?
Aber Yellowled: defaults ist doch sogar ein Tabellentemplate. Ich würde das nicht als Vorlage nehmen wollen. Ich stand vor der gleichen Frage und habe dann schließlich mein Template rausgegeben, da das im Gegensatz zu Bulletproof überschaubar und im Gegensatz zu defaults auf CSS zur Positionierung basiert. Es gibt doch sicher auch noch andere Templates, die halbwegs modern aufgebaut und gleichzeitig übersichlich sind?
Gruß
Gruß
Re: Welches theme taugt als Vorlage für eigenes theme?
Es ist meines Erachtens erheblich simpler (gewisses HTML-/CSS-Grundwissen vorausgesetzt), default von Tabellen zu befreien, als Bulletproof von dem ganzen Konfigurationskram zu befreien, den man nicht unbedingt braucht. Wenn man z.B. einen simplen Zweispalter umsetzen will, hat man in BP allein durch die zig Layoutvarianten kräftig Overhead.onli wrote:Aber Yellowled: defaults ist doch sogar ein Tabellentemplate. Ich würde das nicht als Vorlage nehmen wollen.
Ja, sicher. Aber der unschätzbare Vorteil (aus meiner Sicht) ist der, dass default alle .tpl-Dateien enthält. Viele Templates benutzen ja nur wenige .tpl-Dateien und ein Stylesheet.onli wrote:Es gibt doch sicher auch noch andere Templates, die halbwegs modern aufgebaut und gleichzeitig übersichlich sind?
Auf Spartacus liegt Diverses, was tabellenfrei ist -- aber auch da gibt es Templates, die ich als Vorlage nicht unbedingt empfehlen würde, zumindest nicht zum Einstieg. Hemingway, Mimbo, i3Theme z.B. sind relativ kompliziert, um damit anzufangen.
Letztlich kommt es aber, denke ich, wirklich auf die Vorkenntnis an -- und darauf, was man konkret umsetzen will.
YL