garvinhicking wrote:Hi!
Ja, aber ich finde ein Leser / der Browser hat zu entscheiden wann er ein neues Fenster haben will und wann nicht. Ich finde es unangenehm das von einer Webseite vorgeschriebne zu kriegen und so meinen Desktop vollgemüllt zu bekommen. Wenn ich ein neues Fenster will, ist ein Mittlerer-Mausklick das was ICH will.
Es gibt lange Essays im Internet über die Verabscheunug von "target", da ist das auch alles noch etwas ausführlicher beschriebne warum man es vermeiden sollte. Ich finde das ist eine der kleinen Sachen die das Web angenehmer machen, wenn sich jeder daran hält. Ich sehe das etwas als erzieherische Aufgabe eines CMS.
Viele Grüße,
Garvin
Ich sehe die Bevormundung aus einem anderen Blickwinkel. Durch die Verhinderung von target="_blank" zwingt mich der nontarget - Purist dazu meinen Blog - Plot nicht frei gestalten zu können.
(Bei mir zumindest zeigt ein target="_blank" in einem Link keine Wirkung und S9y macht den Link IMMER im selben Fenster auf.)
Wenn ich ein Buch oder einen Artikel lese und sehe einen Begriff oder ein Thema, dass mich interessiert, dann lege ich das aktuelle Buch weg, und hole mir ein Lexikon oder Sekundärliteratur und nehme dann das Buch wieder zur Hand. Dazu habe ich dann das Quellbuch und die Sekundärinformationen NEBENEINANDER liegen, und nicht ÜBEREINANDER.
Meine Erfahrung ist, dass Menschen, die nicht so erfahren sind, und Mittelklicks nicht kennen, heillos verwirrt die ursprüngliche Seite suchen, weil sie in die Situation kommen, dass ihre Informationen plötzlich (unsichtbar) übereinander - gestapelt sind und sie darunter - liegende nicht mehr finden.
Das erinnert mich an die unterschiedlichen Ordnungssyteme der "Ausbreiter" und der "Stapler".
Meine Frau ist eine Staplerin. Da ist viel Platz im Haus, alles sieht sauber aus, aber die Dinge liegen übereinander und was "darunter" liegt "geht unter". Sei das nun wichtige Post oder schimmelnde Medikamente ;->>
Ich bin ein "Ausbreiter" - Da sehe ich auf einen Blick, was alles da ist, was zu tun ist und ... (ob was schimmelt

) - aber es sieht sehr unordentlich aus.
Des weitern gibt es da ja auch noch das "Recht" des Autors auf die Einheit des Werkes. Ich habe eine bestimmte Vorstellung, wie meine Artikel gelesen werden sollen und da es meiner Urheberschaft entspringt, finde ich auch ein Recht zu haben über den Ablauf, das Design des Lese - Aktes, zu bestimmen oder meine Absicht darüber zu erkennen zu geben.
Wenn der Leser mein Fenster nicht mehr sehen will, möge er es schließen.
Im Theater wird ja auch der Ablauf designed, und die Struktur, sowie die Handlung, die der Autor vorgibt ist in diesem Sinne eine "Bevormundung".
Naja, - eine filosofische (

) Frage.
Wie schaffe ich es in S9y meinem target="_blank" Gehör zu verschaffen ?
lg
Serels