Ein paar Grundüberlegungen:yellowled wrote:Überhaupt nicht. Die Auswahlkriterien sind denkbar einfach: Das waren zu dem Zeitpunkt, als ich die Auswahl traf, die via Google verfügbaren Webfonts, die halbwegs vernünftig aussahen, einigermaßen (mit Ausnahmen) Schriftschnitte besaßen und dennoch nicht zu schwergewichtig waren. Ich möchte zudem unbedingt die Anzahl der „integrierten“ Webfonts überschaubar halten, da auch das den Code der index.tpl aufbläst. Was nicht heißen soll, dass man nicht andere Fonts vorschlagen dürfte.kybernator wrote:Hättest Du was dagegen, im Blick auf die Tatsache, dass 2k11 ja mal default-Template werden soll, die Auswahl der derzeit vorgegebenen Google-Webfonts zu besprechen?
Von 2k11 war ich vom ersten Antesten an begeistert. Die hervorragende Skalierbarkeit hat mich schwer beeindruckt, und ich ziehe immer noch ab und zu einfach mal das Browserfenster schmaler, um die verschiedenen Änderungen in Aktion zu sehen.
Die Auswahl an Google Webfonts hat mich dann aber doch ein wenig überrascht. Alles Sans-Serif, sogar alles humanistische Sans-Serif, von Ubuntu, die sich m.E. der üblichen Klassifizierung fast entzieht, einmal abgesehen.
Dazu die Droid Sans als Teil der Auswahl, zusammen mit der Open Sans, die der gleiche Entwickler später herausgebracht hat und der man nachsagt, dass sie aus der Droid Sans heraus entwickelt sei. Die Ähnlichkeit ist jedenfalls sehr groß. Eigentlich fast eine Doppelung, was bei fünf Schriften 20% der Wahlmöglichkeit verschenkt
Wobei das alles gute Schriften sind, aber: Man kann ja der Meinung sein, dass Fließtext am Bildschirm in einer Sans-Serif gesetzt werden sollte (ich selbst neige auch eher dazu), aber man kann das auch deutlich anders sehen, z.B. die Jungs und Mädels von http://www.typografie.info, und mangelnde Sachkenntnis in dem Bereich, auch für den Einsatz am Bildschirm, kann man denen nicht vorwerfen.
Nun ist es möglich, sich über die user.css mit anderen Schriften nach Wahl zu versorgen, seien es Webfonts oder auch ganz klassisch lokal installierte Fonts, aber die Auswahl an vorgegebenen Webfonts sollte m.E. dem Nutzer bei einer Defaulttemplate mehr echte Wahlmöglichkeit bieten, als dies im Moment der Fall ist.
Wie könnte eine solche Auswahl aussehen?
- Fünf ist eine sinnvolle Größenordnung. Damit kann man schon Schriften deutlich unterschiedlicher Charakteristik anbieten.
- Zwei dieser Schriften sollten m.E. Serifenschriften sein. Wenn man dem Nutzer eine echte Wahl lassen will, ist die Einbeziehung von Serifenschriften zwingend; Nutzer, die sich wenig mit Fonts beschäftigt haben, neigen sogar dazu, nur oder zumindest erstmal nach dem Kriterium "Serifen oder nicht" zu differenzieren (auch wenn sie das Wort gar nicht kennen).
- Die Schriften müssen auch in kleinen Größen gut dargestellt werden und dadurch gut lesbar sein. Das ist bei Serifenschriften eine etwas größere Herausforderung, aber lösbar.
- Ubuntu ist eine andere Sans mit sehr eigenem Charakter (http://font.ubuntu.com/: "It is a (...) font that has a very distinctive look and feel."). Sie bietet eine Anmutung für die Seite, die sich von anderen Sans-Serif-Schriften deutlich abhebt und sollte daher in der Auswahl erhalten bleiben.
- Damit blieben zwei Slots für weitere Sans-Serif-Schriften. Diese sollten deutlich unterschiedlichen Charakter haben. Hierbei können derzeit gebotenen Schriften in der hier angedachten neuen Auswahl wieder auftauchen.
- Die angebotenen Schriften müssen mindestens über Schnitte für normal, kursiv, fett und fett-kursiv verfügen - bei der guten Auswahl an Schriften unter freien Lizenzen braucht man sich nicht mit weniger zufrieden zu geben.
- Schriftwahl hat immer (auch) eine stark subjektive Komponente. In diesem Fall ist die von Matthias ausschlaggebend
Was meinen andere?
Ich schaue mich gerade mal bei den Webfonts um und könnte morgen oder übermorgen konkretere Vorschläge machen, wüsste aber dazu gern, wie der oben skizzierte Rahmen so wahrgenommen wird.
Gruß, Bernd
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Frage an YL:
- Ist es vom Grundansatz (Updatefähigkeit derzeitiger Installationen) überhaupt denkbar/möglich/sinnvoll, von den derzeit angebotenen Fonts auch welche aus der Auswahl herauszunehmen, oder bedeutet jede Neuaufnahme eines Fonts, dass sich die Gesamtzahl erhöht, so dass man schnell an die Grenzen dessen stößt, was noch als Basisoptionen angesehen werden kann? Ist ja eine Grundsatzfrage: Was passiert, wenn vor einem Templateupdate ein Webfont ausgewählt war, der nicht mehr in der neuen Version angeboten wird, greift dann einfach die gleiche Angabe wie bei Verzicht auf die Einbindung von Webfonts, also Helvetica/Arial, oder geschieht (noch) schlimmeres? Oder ist (immer mit vertretbarem Aufwand) ein Mechanismus möglich, der beispielsweise ein vorher mit Droid Sans gestyltes Blog automatisch in Open Sans darstellt?
- Was meinst Du oben im Zitat mit "schwergewichtig" - die Anzahl der vorhandenen Schnitte, oder den Zeichenumfang? Die Schnitte muss man ja normaler Weise nicht alle integrieren, oder? Ich habe Google Webfonts bisher nicht genutzt, sondern Fontsquirrel, und die Fonts dann selbst gehostet.